Gefallene Sterne
Da stand nun das kleine Mädchen neben seinem Papa. Er hob sie hoch und so durfte sie auch einmal durch das riesige Teleskop vom Papa schauen. Auf der kleinen Gartenmauer dann sassen Vater und Tochter die halbe Nacht lang und er erklärte ihr die Welt “dort oben”.
Der Vater liess eher laut seine eigenen Gedanken wandern.

Ob
es dort oben,
weit, weit draussen, Gott wirklich gibt?
Ob es dort oben,
weit, weit draussen, noch anderes Leben gäbe?
Wie würden wir Menschen reagieren, wenn von dort oben,
von weit, weit draussen her, auf einmal wer von dort
kommen würde?

Das kleine Mädchen hörte ihrem Papa gespannt zu. Der
Papa von ihr erzählte auch davon, dass so manches
Sternlein auf die Erde fallen würde und wenn der Mensch
solch einen Vorgang sehen könnte, der Mensch einen
Wunsch frei hätte. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre
von solchen Sternleins würde es einen hellen Strahl
geben.
Weil das Sternlein verglühen würde. Das wäre auch der
Grund warum der Mensch diese fallende Sternleins sehen
könnte.
Gab es nicht
einmal einen bestimmten hellen Stern als Zeichen für
einen besonderen Menschen hier auf Erden?
Viele Jahre lang dachte das mittlerweile zur
erwachsenen Frau gewordene Mädchen, was geschieht
eigentlich,
wenn du
direkt unter so einem Sternlein stehen würdest, wenn es
denn auf die Erde fallen würde?
Knipseln!?

Zukunftsaussichten
Ein alter Mann lag sterbend im Bett. Röchelnd lag er da und fühlte den Tod nahen. Da drang plötzlich ein himmlischer Duft in seine Nase. Ein kleiner Funke im hintersten Teil seines schwindenden Bewusstseins signalisierte:
Deine Lieblingsplätzchen! Anisplätzchen!
Er mobilisierte seine verbliebenen Energien und wuchtete sich schwer atmend aus dem Bett. Sich an der Wand des Schlafzimmers abstützend schlurfte er schnuppernd aus dem Zimmer. Mühsam hangelte er sich am Treppengeländer Stufe um Stufe nach unten ins Erdgeschoss.
Am Ende seiner Kräfte angelangt, lehnte er schließlich im Türrahmen und blickte in die Küche. Hätte er nicht gewusst, dass er sterben würde, hätte er geglaubt, schon im Himmel zu sein. Fein säuberlich auf Backpapier ausgelegt lagen Dutzende seiner geliebten Anisplätzchen auf dem Küchentisch.
War er nicht doch schon im Himmel? Oder war es ein letzter Liebesbeweis seiner Frau, mit der er seit über 60 Jahren verheiratet war?

Mit einer allerletzter Anstrengung liess er sich gegen
den Tisch fallen und sank auf die Knie. Seine spröden
Lippen teilten sich in freudiger Erwartung. Leicht
sabbernd fühlte er schon den wunderbaren Geschmack der
Plätzchen auf der Zunge.
Seine alte, runzelige Hand zitterte sich mühsam einem
Plätzchen am Rande des Tisches entgegen. Plötzlich
klatschte ein Kochlöffel auf seine Finger.
"Finger
weg", keifte
seine Frau, "die sind für
die Beerdigung!"
Nele - Umzugskisten ade
Nele - eine Geschichte von einem Mädchen,
das sich in dieser Welt verlor und wiedergefunden ward. Wahr? Unwahr?
Wer weiss das schon so genau.
Alex rollte erst mit seinen Augen, danach grinste er über das ganze Gesicht und zog Ann Brit sachte in seine Arme. Ihr Kopf lag nun auf seinem Brustkorb.
“Macht nichts, ich dagegen mag meine Artgenossen auch lieber. Die sind nicht so zickig wie ihr!”
Ann Brit löste sich von Alex und boxte ihm im Spass auf seine Brust, er hingegen zwickte sie in den Oberarm. Beide lachten.
“Scheisse, wo kommst du denn her?” Alex hielt in einer Bewegung inne und ihm lief es vor lauter Schreck eiskalt den Rücken hinunter - so erschrocken war er als er die Gestalt mitten in Ann Brits neuem Zimmer stehen sah.
“Bitte, von draussen, wenn`s Recht ist, von draussen!”
Ann Brit hielt im Auspacken von ihren Umzugskartons wie Alex inne und sah einen gross gewachsenen, braun gebrannten, sehr gut gekleideten Mann mit einem schäbig braunen Lederkoffer in der Linken mitten im Türrahmen stehen. Die braunen lustigen Augen des Besuchers wanderten interessiert durchs Zimmer.
“Mein Klopfen wurde leider missachtet, daher dieses Eindringen! Ich hoffe doch stark, dass meine Wenigkeit nicht störend auf eure Turtelei sich auswirkt.”
“Mensch David! Oh David!” Alex liess ein kleines Päckchen in den Umzugskarton fallen und ging auf David zu. Beide Männer fielen sich vor Freude in die Arme und klopften sich in männlicher Manier gegenseitig immer wieder auf die Schultern.
“Dürfte ich erfahren, welcher Herr sich in mein neues Zimmerlein verirrte?” Ann Brit sagte diesen Satz sehr schelmig und ging auf David zu, der sich wiederum zu der für ihn in der Körpergrösse recht kleinen Frau hinunterbeugte und sie genau musterte.

“Shalom,
kleine Frau. So ist`s Recht, endlich hat der Bursche
hier ein anständiges Weib gefunden.”
Davids
Zeigefinger deutete auf Alex und kurz darauf lagen sich
auch David und Ann Brit freundschaftlich in den
Armen. “Alex? Diese
Frau ist genau richtig. Sie hat nicht nur
charakterliches Format, sondern auch ihr Format ist für
jedes grösseres Handgepäck geeignet.”
Die drei Erwachsenen lachten daraufhin und gingen nach
unten in die Küche. Das Auspacken der Kartons schien in
Vergessenheit geraten zu sein. Beim gemeinsamen Essen
beobachteten Davids Augen die neue Untermieterin von
Alex sehr genau und auch sie schien von David
begeistert. Sie und der Besucher schlenderten
anschliessend mit ihren Dessertschüsseln in den Händen
im Garten umher und unterhielten sich angeregt.
Heute:
Mitautor: Moishele
Fortsetzung
folgt
Überraschung
Nichts ist unmöglich
Könnte dieser Werbeslogan hier seine Daseinsberechtigung erfahren?
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Quelle: http://news.sky.com
