fika? pause? break?



habnoch

bymahlemuit.

edition 23



DSC_1002

bymahlemuit.

Erziehungsmythen



Um einmal einen anderen Gedanken fassen zukönnen, ausser nur stets die Suche nach dem Kern, heute einmal ein Abschnitt, der sich mit dem heutigen Malamute beschäftigt.

Hierfür bedürfte es folgendes Wissens:

im deutschsprachigen Raum gibt es zeitlich gesehen, noch nicht sehr lange die nordische Rassen.

Schweizer sind mit ihren Berghunden aufgewachsen, Deutsche mit ihrem Schäferhund und ab den 70igern, als Beispiel, mit dem Modehund der Rasse Pudel. Doch einen tiefen Einblick in die malamutische Rasse, somit in den Charakter oder auch in das Verhalten, das hatte so keiner recht. Damals.

Danach kamen sie, die Malmuten, ganz langsam auf den Markt.

DSC_2015


Es war es für die Menschen auch immer einfach einen Mythos zuverbreiten, als sich mit der Sache an für sich zubeschäftigen. Es begann die Spirale des Nichthinterfragens, sondern die Spirale des Nachplapperns drehte sich unaufhörlich, aber sicher weiter.

So besteht heute diese Rasse aus Mythen
.

Die Züchter dieser im deutschsprachigen Raum recht jungen Rasse schienen bei näherer Betrachtung entweder keine Hundeerfahrung zuhaben, oder aber auch, sie interessierte es schlichtweg nicht, was eigentlich hinter der Kulisse Hund der Rasse Malamute zu sehen wäre.

Bis weit in die Jahre 2000 / 2003 konnte man als Interessent dieser Rasse folgende Worte hören bzw. lesen:

Diese Rasse lässt sich nicht erziehen!

Doch ein Malamute ist reduziert betrachtet nur ein Hund.
Aufgrund dieser Tatsache er sich auch erziehen lässt, oder nicht?

Man könnte diesen Gedanken verstehen, wenn man in die Zuchtstätte eines Züchters schauen würde.
Dort tummeln sich viele Hunde, und worauf der Züchter keine Zeit haben kann, sich um die “Erziehung” eines Hundes zukümmern, erhält der Mythos seinen eigenen Raum ohne die Frage:

Wie hätten Sie denn gerne Ihren Hund?

Der Hund soll fressen, saufen, ruhig sein, arbeiten und noch vieles mehr, nur, das wird in einer sehr guten Zucht schon vor der Verpaarung zweier Hunde gesehen und zwar vom Züchter und nicht erst vom späteren Besitzer dem Hund “anerzogen”.

Warum aber propagieren Züchter jedoch ihre Produkte als “sozialisiert” an, wenn sich das Produkt nach eigenen Aussagen nicht erziehen lässt?

Erstaunlicherweise konnten nämlich die Besitzer ihren nordischen Hund sehr wohl erziehen.


DSC_3092



Die nächste Frage, die sich aufgrund der sogenannten vielgepriesenen Nichterziehung stellt, ist doch die, wie sollte ein Hund in einem Gespann laufen, wenn er nicht lernen könnte?

So würde ein Leader doch niemals das Kommando "rechts" oder "links" lernen können!
Erstaunlichweise gibt es aber Leader in einem Gespann!

Wie bitte wird nun das Hobby des Schlittenhundefahrens ausgeübt, wenn keiner der Hunde sich erziehen lassen würde?

Die Bombe platzte, als im Jahre 2005 eine blinde junge Frau ihren Siberian Husky als Blindenführhund ausgebildet und der deutschen Schlittenhundeszene vorstellte. Selbsternannte Schlittenhundeexperten "zerrissen" leider diese junge Frau derart psychisch, so dass sie sich nicht mehr in ein deutschsprachiges Forum traute. Die selbsternannte "Elite" hatte ihren Spielplatz zurückgewonnen, ohne sich weiter darum zukümmern.

Der aufgebaute Mythos über die nordische Rassen im Allgemeinen blieb weiter bestehen.

Parallel hierzu kamen die ersten Malamuten als Behindertenbegleithunde auf den Markt. Man denke bitte an Kriegsgebiete, in denen der Friede einkehrte und einige Malamuten dort ein neues zu Hause als helfende Vierpfoter fanden.

Parallel hierzu entstanden jedoch immer mehr Stimmen, die zugaben, nordische Hunde im Besitz zuhaben, die ihren Menschen mit Handicap im Alltag begeleiteten. Da dieses offiziell nicht gewünscht war, auch dieses nicht hinterfragt wurde, somit einen Ausschluss von Mitmenschen vorprogrammiert war, wurde diese Nische positiv genutzt. Man konzentrierte sich wieder auf die Arbeit hinsichtlich Zucht und Ausbildung von Malamuten für Menschen mit Behinderung.

Erstaunlicherweise schossen wie Pilze jedoch parallel die sogenannten Therapie- und Behindertenbegleithunde anderer Rassen aus dem Boden und so manch selbsternannter Therapieguru machte seinen Reibach am Geschäft mit "Hund und Mensch".

Ganz im Stillen, sehr unbemerkt aber, taten sich Züchter im Ausland zusammen, und züchteten eine Linie, gerade innerhalb der Malamuten, die sich hervorragend zu Behindertenbegleithunden eigneten. Der kleine, sehr kleine, aber helfend delikate Kreis schloss sich abermals.

Weltweit!

Auch deutsche Züchter hatten solche “Perlen” der Rasse Malamuten im Kennel, gaben diese aber für billiges Geld weg, interessierten sich nicht für die Argumentation, dass sie einen Malamuten züchten, der weit aus mehr kann, als nur pure Zugarbeit. Die Geldzeichen in den Augen waren diesen Züchtern wichtiger, als sich den Argumenten von Menschen anzunehmen, die unter Umständen ein klein wenig Wissen über ein solches, einem anderen, Gebiet verfügt hätten.

Vom Kynos Verlag unterstützt und gefördert, sprengt diese Tatsache heute noch die menschlichen Denkweisen ganz nach dem Motto:

Das, was wir nicht kennen, gibt es nicht, somit dulden wir es nicht!

Es wird sogar von Menschen sehr viel Energie verschwendet, um aus dem Ausland dargestellte, der nordischen Hunderasse angehörigen Hunde, als spezielle Therapie- oder Behindertenbegleithunde herabzusetzen und somit augenscheinlich in die Lächerlichkeit ziehen.

Das Fatale an dieser Stimmungs-, und somit Meinungsmache:

Die Masse glaubt es auch noch!

Die Stimmungsmacher produzieren somit ein Bild in der eigenen Öffentlichkeit, die schlussendlich Behinderten keine Hunde zuspricht und diese Dimension darf man sich gerne in den Hirnwindungen herunterlaufen lassen!
Polen, Tschechei, Frankreich, Skandinavien, Kanada, Südamerika, Israel und noch andere Nationen beweisen das Gegenteil:

Malamuten als Behindertenbegleithunde-und Therapiehunde, die nicht nur die Tür auf Menschenwunsch öffnen können, sondern auch ihren Menschen auf Trainingswagen, Fahrrad, oder auch dem Schlitten ziehen.

Ein Malamut ist auch "nur ein Hund", kann somit wie jeder andere Hund erzogen werden, denn am anderen Ende der Leine befindet sich ein psychologisches Phänomen:

ein Mensch.

In den Köpfen von diversen Menschen ist folgendes fest verankert:

Funktion!

Ein Schlittenhund hat "zu funktionieren", wenn nicht, kommt er weg.

Ein Lebewesen ist zu einer Ware degradiert worden und zwar vom Menschen selbst. Der Mensch sollte inne halten, denn im Grunde stülpt er das über, was er selbst nicht leisten kann, unter dem er selbst tagtäglich leidet, nämlich:

Funktionalität!

Das andere Phänomen ist, dass der Hund im Allgemeinen zu einem Baby, also einer "Vermenschlichung höchstem Grade" mutiert ist.

Dem Tier wird ein eigenes, menschliches Defizit aufgestülpt, mit der Erwartung, dass dieses Tier dieses Defizit nun auffüllt.

Erziehungsmässig ein Unding,

das scheitern muss, da ein Hund ein Hund ist und niemals wie

ein Mensch reagieren kann und wird. Daraus resultieren auch Unmengen von Situationen, die die betroffenen Menschen nicht mehr einordnen können, da sie eine völlig verschrobene Wahrnehmung im Bezug auf ihr eigenes Lebewesen haben.

Das Tier jedoch, ob es nun "funktionieren" oder auch das "menschliche Defizit" ausgleichen muss, ist in beiden Richtungen nicht glücklich, wenn es denn ein Glücklichsein bei einem Lebewesen geben kann. Alleine das Wort “muss” ist bei näherer Betrachtung eine Ausübung von Zwang.

Wenn der Mensch seinen Zwang auf ein sich nicht wehrbares Tier ausübt, wird sich beim Tier Widerstand breit machen. Probleme kommen auf. Ist der Mensch dem nicht mehr gewachsen, wird der Hund schlicht entsorgt, nachdem er den Mythos der Sturheit auf das Tier erlegt hatte.

Es wird propagiert, dass ein Malamute nicht erziehbar sei und er wäre stur.

Warum nur, findet man doch immer mehr Malamuten auf einem Platz, der einer Hundschule angehört und

warum gibt es sogar Agilityerfolge mit diesen Hunden, wenn diese Rasse sich nicht erziehen lassen würde?

Die Menschen, die die Mythen über den Malamuten verbreiten werden über diese Fragen keine Antworten geben können, sonst hätten sie diese Mythen schon längst korrigiert. Zumindest bei der Reduktion von solchen mitgeholfen.

Jedes Lebewesen, auch ein Mensch, kann sich sehr subtil einer Aufgabe entziehen.



IMGP0334




Das sieht bei dem Lebewesen Hund wie folgt aus:

Sollte einem Hund zuviel mentaler Druck vom Mensch ausgehend auferlegt werden, so wird der Hund mit seinen Bewegungen stets langsamer.
Das kann bis hin zur völligen Bewegungslosigkeit des betroffenen Hundes führen. Das hat nichts mit Sturheit zutun, sondern schlichtweg mit dem, das dieses Verweigern eine Kommunikationsebene des Hundes ist.

Der psychische Druck ist dem Hund einfach zugross.

Nimmt der handelnde Mensch diesen Druck weg, so wird der Hund wiederum aktiv.

Nun, ist der Malamute immer noch stur, oder liegt es nicht doch am Menschen, dieser hundischen Kommunikationsart der Verweigerung?

Weiter darf im Hinblick dessen nun die Frage gestellt werden:

Was ist so besonders an Malamuten innerhalb der Behindertenarbeit?

Dass er gehorsam und gelehrig ist, sowie ein gereifter Malamute ruht in sich selbst.
Das ist die ganze Antwort diese Frage. Nicht mehr und nicht weniger!

Viele werden sicherlich nichts mit dieser Antwort beginnen können, doch bevor diese Antwort vom Tisch gefegt wird, sollte diese noch näher bedacht werden. Es schwirrt auch der Mythos herum,

ein Malamute sei kein Wachhund. Mythos oder Wahrheit?

Folgende Ansatzerklärung für Ihre Gedanken hierzu:

Wenn in der Einöde ein Fremder ankommt, so schlagen auch Malamuten an!

Das ist nicht nur reines Begrüssungszeremoniell! In der ruhigen Einöde sind diese Laute der Malamuten schlichtweg ein richtiger Krach.
Ein Malamute hat genauso einen Schutztrieb, wie jeder andere Hund auch, und vor allem wenn er eine innerliche Bindung zu seinem Menschen aufgebaut hat. Dem in der Zivilisation lebenden Malamuten wird doch wegen der "leidenden" Nachbarschaft das Jaulen und Bellen aberzogen und wieder die Frage:

“sind diese Hunde etwa doch erziehbar?”.

Wieder eines von vielen Beispielen, das den Widerspruch widerlegt, ein Malamute wäre nicht erziehbar. Ein Malamute kann genauso Sitz, Platz, rechts, links, langsam, vorran, er kann auf Kommando Jaulen, er kann Pfote geben, Sachen holen, er kann sogar toter Hund auf Kommando sein.
Es ist alles nur eine Frage des anderen Ende der Leine und das andere Ende ist der Mensch.

Somit könnte auch diese Rasse als Behindertenbegleithund eingesetzt werden.

Oder sehen Sie es immer noch als Absurdum an?

Wenn ja, warum sehen Sie es als Absurdum an?

Zwar lebt der moderne Mensch angeblich in einer Kommunikationsgesellschaft, doch es ist erschreckend wie wenig der Mensch über Allgemeinbildung verfügt und da wir uns im Thema Hund bewegen: Es ist erschreckend, wie wenig der moderne Mensch überhaupt weiss, was im Allgemeinen ein Hund ist, sowie auf welchen Kommunikationsebenen er sich bewegt.
Wer nicht selbst der Kommunikation fähig ist, wird seinen Hund nicht kommunizieren verstehen, somit sind Fehler vorprogrammiert, in der Sache zwischen Hund und Mensch.

Doch wie können Menschen in dieser Informationsgesellschaft etwas über ihren Hund wissen, wenn sie selbst sich nicht kennen?

Ist das Lebewesen Hund
im Allgemeinen in der Form, wie wir ihn heute kennen, hierdurch zum Aussterben bedroht?

Weil der Mensch der eigentliche Versagensmechanismus ist? Bleiben Sie bitte bei Ihrer ankonditionierten Meinung, der Malamute wäre nicht erziehbar, aber bitte, sollten Sie im Besitz eines solchen sein und sollten Sie Probleme mit Ihrem Hund haben,
gehen Sie nicht in eine Hundeschule, kontaktieren Sie keinen Tiertherapeuten, denn diese Rasse sei nicht erziehbar. Ein netter Widerspruch. Einerseits will der Mensch die Funktion schlechthin, an einer Rasse, die angeblich nicht erziehbar sei, anderer Seits sucht er sich externe Hilfe?!

Sehen Sie doch bitte über den Rand Ihres eigenen Tellers, denn es könnten sich noch Krumen vom Brot auf dem Tisch befinden! Die Zucht ist vorangeschritten, innerhalb der Rasse. Wenn auch viele heute noch der Ansicht sind, ein Malamute würde nicht "arbeiten", dann mag dieser Mensch sich fragen lassen, warum kommen die Malamutes immer mehr auf den Trail von wirklich nicht unerhebliche grossen Rennen innerhalb der Schlittenhundeszene?

Die Hunde erreichen sogar das Ziel. Wer hätte das gedacht?

Somit ist dieses verkrustete, alte Denken, ein Malamute würde nicht arbeiten, neben dem Argument, die Rasse wäre stur, im Gedankenansatz widerlegt. Diejenigen Mitmenschen, die diese Rasse immer und immer wieder durch ihre eigene Meinung, die nicht den Tatsachen entspricht, in Misskredit bringt, denen ein herzliches Dankeschön.

Machen Sie weiter so, denn das ist für die Rasse die beste Reklame, die ihr je widerfahren kann. Jeder Interessent, der solche Negativkritik miterlebt, wird sich einer anderen Hunderasse zuwenden, somit haben die Malamute die Chance ihres Daseins. In stillen, zurüchgezogenen Bereichen wird der Malamute in einem wirklichen Kennerkreis zufinden sein.
Die Rasse wird nicht so wie andere nordischen Rasse womöglich durch die Hochstilisierung zum Modehund mutieren und diejenigen, die sich als Besitzer an einem Malamuten erfreuen können, werden sich genußvoll zurücklehnen können.

Mit einem sehr süffisantem Lächeln über die doch so wunderbaren Mythen auf diesem unserem Planeten!



DSC_0080



edition 22



frisör

bymahlemuit.

ombrager - schatten - sugga



äste

bymahlemuit.

bons apettit



lachs
bitte beachten sie folgenden < link >

bymahlemuit.

edition 21



hurra
bitte beachten sie folgenden < link >

bymahlemuit.

agility



agility
bitte beachten sie, dass wir keinerlei verlinkungen ohne nachfrage wünschen

bymahlemuit.

edition 20



i love my life
bitte beachten sie folgenden < link >

bymahlemuit.

edition 19



flying

bymahlemuit.

rosa monocle - rosa brille



27.05.2007.2

bymahlemuit.

edition 18



sunyboy

bymahlemuit.

snäckformad - schneckenförmig



schneckenelch
bitte beachten sie, dass wir keine verlinkung
ohne einer nachfrage wünschen

bymahlemuit.

snökristall - schneekristall



schneestern
bitte beachten sie folgenden < link >

bymahlemuit.

edition 17



bulldozer

bymahlemuit.

edition 16



führerschein

bymahlemuit.

coffeetime - dècouvre de cafè



meerkaffee

bymahlemuit.