Triade 9 Society - Teil 4
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Triade 9 Society -
Teil 4
Per
stützte seine Handfläche auf den Klingelknopf der
Polizeistation und liess nicht mehr ab. Nach einer
gefühlten Ewigkeit öffnete sich endlich für einen
Spalt die Stahltür und ein Polizist wischte sich mit
einer Serviette den Mund ab.

Die Polizeistation in Malå
unterliegt dem Distrikt Skellefteå
Sichtlich
genervt stiess dieser ein wirsches
Mh?
hervor.
Per hielt ihm seinen Dienstausweis nahe vor die Augen
und donnerte mit kräftiger Stimme:
Kripo. Du hast uns
angerufen und wenn du dich nicht sofort bewegst,
kannst du den Rest deines Lebens Pausen
geniessen. Die Stahltür
verschloss sich behäbig und öffnete sich nicht
wieder.
Per und Marie schauten sich erstaunt an. Marie`s
Blick traf auf ihre Armbanduhr und sie meinte, die
Fikapause würde exakt noch sieben Minuten andauern.
Der ist wohl
Lebensmüde oder wie? Entwich es Per.
Marie setzte sich auf die Treppenstufen, die in den
nächsten Stock führten und schüttelte verständnislos
den Kopf. Was machen die hier
eigentlich, wenn es brennen würde?
Sagte
sie leise vor sich her.
Per`s Gesicht erhellte sich und sein Blick suchte die
Wand ab. Auf dem roten Alarmknopf blieben seine
Pupillen hängen.

Malå erfreut
sich eines einzigen Alarmknopfes!
Just in diesem
Augenblick öffnete sich die Stahltür der
Polizeistation. Ohne weitere Worte schritten nun drei
Personen Richtung Parkplatz und bald darauf
schlängelte sich der Einsatzwagen durch den dichten
Strassenverkehr Malå`s in Richtung Tatort.
Wer ist der Tote,
weisst du das? Der Ortspolizist,
der hinter dem Steuer sass, schüttelte verneinend den
Kopf. Per sass mit Marie auf der rückwärtigen
Sitzbank. Marie schaute sich die vorbei huschende
Landschaft an. Zu Marie gewandt sagte Per:
Wie kommt eigentlich
eine so gute französische Kripobeamtin dazu sich
ausgerechnet hier in diese Gegend von Skandinavien
versetzen zu lassen? Das war doch nicht
nur das Angebot des europäischen Austausches. Da
steckt doch mehr dahinter?
Per zog seine
Augenbrauen nach oben und wartete auf ihre Antwort.
Sie jedoch neigte den Kopf ein wenig zur Seite und
starrte weiter durchs Fenster.
Ist eigentlich die
Spurensicherung informiert? Fragte sie nach
vorne zum Fahrer, der nur verneinend den Kopf
schüttelte. Per und Marie schauten sich erstaunt an.
Worauf Per auf seinem mobilen Telefon sofort herum
tippte und die zuständigen Teammitglieder anforderte.
Wo liegt der Fundort
und zwar ganz genau? Per beugte sich nach
vorne zum Fahrer, noch sein Ohr am Telefon und
wortlos deutete ein Zeigefinger des fahrenden
Polizisten auf einen Berg, der weit vor ihnen
lag. Hast du genaue
Koordinaten vom Fundort der Leiche?
Der
Fahrer antwortete mit einem Schulterzucken. Per gab
diese Informationen an den noch am Telefon Wartenden
weiter. Marie flüsterte, dass das hier nur heiter
werden könne.

Die Polizei im
Einsatz
Als
Per aufgelegt hatte, meinte er zum Fahrer
trocken: Aber das heutige
Datum kennst du, ja? Per`s Frage wurde
durch den Rückspiegel mit einem abwertenden Blick
beantwortet.
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Triade 9 Society -
Teil 3
Per parkte seinen Wagen auf dem Parkplatz der vor der
kleinen Polizeistation von Malå sein Dasein fristete
und sah aus dem Augenwinkel schon seine Kollegin
Marie in der Nähe der Eingangstür, die zur
Polizeistation führte, stehen.
Seine Wagentür verfing sich schwer ächzend im
Türschloss und der Aussenspiegel gehorchte wieder ein
Stück der Erdanzziehungskraft. Als Per auf Marie
zuging sagte er mit einem strahlenden Gesicht dass er
es als recht angehnem empfinden würde, wenn ihn ein
so nettes Empfangskomitee erwarte. Sie wiederum
schaute mit einem mitleidigem Lächeln auf seinen
Wagen und deutete auf dessen hinteres Ende.
Oh, das ist nur die
integrierte Klimaanlage. Die damaligen
Automobihersteller waren wirklich modern und
stell`dir vor, das alles sogar ohne
Aufpreis, sagte Per schnell
bevor Marie sich zu seiner neusten fahrbaren
Errungenschaft näher äußern konnte. Als die beiden
auf den Haupteingang der kleinen Polizeistation
zugingen, sagte Marie, dass die Klimaanlage am
falschen Ort des Wagens angebracht wurde, da sie sich
direkt unter dem Tank befände. Per überhörte mit
rollenden Augen diese weibliche Erkenntnis.
Wird hier ein wenig
Spachtelmasse Abhilfe schaffen
können?
Vor dem Eingang angekommen, drehte sie sich zu Per um
und schaute zu ihm hoch: Es ist jetzt kurz
nach neun Uhr, Fikapause und somit wird uns diese Tür
zum Kollegen bis auf Weiteres verschlossen bleiben.
Wie du bestimmt auch weisst, wird der Kollege auch
nicht ans Telefon gehen, weil diese Pause eine Pause
ist und in Pausen grundsätzlich nicht gearbeitet
wird.
Marie?
Per`s
Stirn legte sich in Falten und seine Tonlage rutschte
ins Monotone. Irgendwie machen wir
etwas falsch. Nicht unbedingt. Der
Grund weshalb wir geholt wurden hat allen Anschein
nach alle Zeit dieser Welt. Resignation lag in
ihrer Stimme und Per konterte plötzlich mit einer
unbändigen Fröhlichkeit: Bis die Fika-Pause
beendet ist, modert unser Grund halt ein wenig länger
vor sich her.
Dabei grinste er und nun huschte auch Marie ein
Lächeln übers Gesicht.
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Triade 9 Society - Teil 2
Marie! Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich
dir. Was bietest du mir mit deinem morgendlichen
Anruf?
Oh,
Per! Bitte! Wie kann ein Mensch immer nur gute Laune
haben?
Stöhnte es am anderen Ende der Leitung.
Das liegt bestimmt daran, dass ich ein Morgenmensch
bin und du mein Morgenmuffelchen.
Per lachte schallend in das Telefon hinein.
Also,
was gibt`s?
Eine
Leiche. Was sonst? Denkst du ich rufe dich an, weil
ich Sehnsucht nach dir hätte?
Es würde mir sehr schmeicheln, wenn dem so wäre und
sofern ich nicht mit der besten Frau auf Erden
verheiratet wäre.
Per zwinkerte dabei zu Lisa hinüber und ein
verliebtes Lächeln durchzog die tief verfurchte Haut
seines Gesichtes.
Wo
erwartet uns denn das gute Fundstück?
In
der Nähe von Malå. Thomas, der Kollege dort hatte uns
verständigt. Er wird bei der Polizeistation im Ort
auf uns warten und uns vor Ort
bringen.
Das nenne ich doch Service! Dann treffen wir uns
dort. Ich benötige ungefähr zwei Stunden
Fahrtzeit.

Der
Kater der Familie kommt von seinen
nächtlichen Streifzügen hungrig nach Hause.
Yes,
Sir! Ich informiere schon mal die Spusi und unseren
Detektiv aus der Leichenhallen. Bis später. - Per??
Pehher??
Rufte es aus dem Telefon.
Ja?
Was gibt es noch?
Warum brauchst du überhaupt zwei Stunden? Geht das
nicht schneller?
Naja, ich komme mit meiner neuen vierrädigen
Errungenschaft oder hast du schon vergessen, welchem
Hobby ich fröhne?
Oh
ja! Deine Oldtimerliebhaberei. Da können wir ja
glücklich sein, dass unser Klientel warten kann, bis
wir bei ihnen vorbei kommen können.
Per fand diesen kleinen Seitenhieb seiner Kollegin
Marie gar nicht nett und schaute eher hilflos zu
seiner Frau hinüber. Doch sie lächelte ihn nur an und
schüttelte dabei ihren Kopf. Aus ihren wachen Augen
begann es zu leuchten, als sich ihre Blicke trafen.
Nein.
Von mir wirst du nicht getröstet und nein, nach so
vielen Ehejahren brauchst du mir nichts mehr sagen.
Ich werde mir einen schönen Tag machen und die
Blumentöpfe bemalen.
Sie
legte ihm ihre Arme um den Hals und zog ihn nahe zu
sich.

Vor
dem Küchenfenster sahen Per und Lisa
ihren Nachbarn vorbei schlendern
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Vorwort >
Triade 9 Society - Teil 1
Er stand am
Spülbecken und lächelte belustigend den Schaumteppich
an, der sich aus der Tiefe empor schlich.
Ich wette,
du denkst wieder an deinen Beruf. Wenn ich dich daran
erinnern darf: Dieses Messer ist leider keine
Tatwaffe, sondern lediglich unser Brotmesser.
Per
Forsberg beugte sich zu einer Frau Lisa hinüber und
gab ihr einen Kuss auf die Wange.

Keine
Angst, ich kann das alles noch gut
unterscheiden. In seiner
Stimme schwang eine belustigende Melodie mit.
Beide lachten und umarmten sich innig.
Manches Mal
frage ich mich wirklich, mit wem du eigentlich
verheiratet bist. Mit deinen Tätern oder mit
mir.
Liebevoll
legte er seine Stirn an die ihrige und sah ihr tief
in die Augen. Ihre beiden Nasenspitzen berührten sich
dabei zärtlich.
Per Forsberg war ein humorvoller Mitvierziger, der
mit seiner Frau vor einigen Jahren aus der Großstadt
ins Inland von Norrland umgezogen war. Strotzende
Natur umarmte das kleine Häuschen von ihnen und das
Paar genoss die langersehnte Ruhe der Natur.
Im Sommer sang der kleine Fluß nahe ihrem Grundstück
die tägliche Guten - Morgen - Melodie und eine Schar
von Mitbewohnern schaute regelmäßig bei ihnen an der
Terasse vorbei, wenn die beiden dort frühstückten.
Die Winter ließen ihr Domizil in eine Art starren
Ruhezustand verfallen und nur der Motor des alten
Traktors von ihnen durchdrang die Stille, wenn der
Weg, der zur Hauptstrasse hin führte, von Schnee
geräumt werden musste.
Lisa hatte nach dem Umzug aufs Land ihren Beruf
aufgegeben und widmete sich seit dieser Zeit ihrem
Hobby, der Malerei.

Die
harmonische Szene des Paares, das sich in der Küche
umarmte, wurde durch ein aufdringliches Klingeln des
mobilen Telefones unerbittlich unterbrochen.
Triade 9 Society - Vorwort
Lieber Leser,
sollten Sie der Überzeugung sein sich in dieser Aufzeichnung als einer der Charaktere wieder zuerkennen, rate ich Ihnen dringend über Ihre eigene Position nachzudenken. Denn diese Aufzeichnung wird einen Blick hinter die Masken des Bösen offenbaren.
Möglicherweise sollten Sie eher im Heute als im Morgen die Seite wechseln!
Die Handlung und die handelnden Personen dieser Aufzeichnung sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit toten oder lebenden Personen oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ist nicht beabsichtigt und wäre rein zufällig.



