Nele - Birde und Alex


Nele - eine Geschichte von einem Mädchen,
das sich in dieser Welt verlor und wiedergefunden ward. Wahr? Unwahr?
Wer weiss das schon so genau.


Horst und Ann Brit fuhren schweigend den holprigen Weg herunter auf die Hauptstrasse des kleinen Dorfes, in dem Alex wohnte, um zurück nach Zürich zu gelangen. Denn schliesslich war ihr Dienst noch nicht beendet.

“Horst?”
“Ja?”
“Dürfte ich dich etwas persönliches fragen?”
“Ja, schiess los.”
“Wie lange kennst du diesen Alex schon?”
“Wir waren einmal zusammen beim Militär. Sogar in einer Einheit. Warum fragst du?”
“Nur so...”

Horst grinste in sich hinein, schaute dabei seine Kollegin unbemerkt von der Seite an.

“Wir fahren nun wieder nach Zürich rein, unsere normale Streife fahren und wir beide müssen die Klappe halten. Ich werde auch den Streifenbericht auf meine Kappe nehmen.”

Ann Brit nickte nur, schaute aus dem Fenster hinaus. Hinaus in die Dunkelheit. Lichterfetzen aus der im Tal liegenden Stadt schossen in der Dunkelheit vorbei, doch sie nahm diese nicht wahr. Ihre Gedanken wanderten zu dem gefundenen Mädchen und dem Mann, der sie in seinen starken Armen zum Ausschlafen in sein eigenes Bett gelegt hatte.

Nach Dienstschluss standen Horst und Ann Brit auf der steinernen Treppe, die hinauf ins Polizeipräsidium führte. Horst spielte mit seinem Autoschlüssel und sah seine Kollegin sorgenvoll an.


“Was ist mit dir?”
“Nichts. Lass gut sein.”
“Du, dir ist doch etwas, komm, was ist los? Hat dich das alles heute so mitgenommen?”
“Wer ist dieser Compo?”

Ann Brit schaute zu Horst nach oben. Dieser verzog seine Stirn in Falten und rollte mit den Augen. Er legte seinen Kopf auf die Seite und holte eher genervt tief Luft:

“Ein im ganzen Land bekannter Loddel. Einer von den ganz Grossen. Vor dem geht sogar der Staatsanwalt in die Knie. Man merkt an solchen Fragen, dass du noch nicht lange auf dem Asphalt fährst und nicht aus unserer Gegend stammst.”

Zwinkert nahm Horst Ann Brit in seinen rechten Arm und zog sie von der Treppe.

“Komm, ich lad dich noch zum Italiener ein, damit du auf andere Gedanken kommst.”

Ann Brit liess sich von ihm mitziehen. Die Pizzeria lag direkt gegenüber und alle vom Präsidium waren dort mehr oder weniger Stammgast. Bei einem Glas Roten und einer Pizza begann Horst seine gemeinsame Geschichte mit Alex zu erzählen.

Alex sei einer von den ganz schlimmen Jungs in der Stadt gewesen, war teilweise seit Kindesbeinen an mit dem Milieu vertraut, war voll auf Drogen, hielt es nie zu Hause aus, wechselte ständig die Heimplätze. Er war als echt harte Schläger gefürchtet und wenn etwas im Milieu aufgeräumt werden musste, war Alex immer dabei. Man erzählt sich, dass irgendwann einmal in dieser Zeit eine Stadtbekannte Prostituierte aus dem Milieu ausgestiegen sei und bei der Bahnhofsmission gestrandet sei. Birde, wie sie hiess, wäre “bieder” geworden. Wie es im Milieu hiess und als Alex sie beim missionieren anbaggerte und abschleppen wollte, hätte sie ihn derartig vermöbelt, dass ihm hören und sehen vergangen wäre.

Horst konnte sich ein breites Grinsen beim Erzählen nicht verkneifen.

“Du hast das doch nicht alles miterlebt, oder?”

“Nein, aber frag mal die alten Kollegen! Die Geschichte ist so alt, wie unsere Alpen.”

“Wie ging es weiter?”

“Alex wurde einmal von Birde verhauen und zwar so, dass er...”

Weiter kam Horst mit dem Erzählen nicht, denn ein Kollege kam an den Tisch und setzte sich einfach zu den beiden.

“Na, wie läuft es bei euch?”

“Gut, danke. Horst erzählt mir eben die Geschichte von Birde.”

Zafer, der beim Einbruch sein zu Hause hatte, lachte laut auf und beugte sich zu Ann Brit. Schaute sie spitzbübisch an und nippte an seinem Bierglas.

“Birde? Ihr quatscht über Birde?”

Wieder erklang sein Lachen. Zafer drehte sich zum Tresen hin und rief:

“Es ist kein Liebesgeflüster zwischen den beiden, es ist nur Birde!”

Wie auf Kommando traten weitere fünf Kollegen, die am Tresen standen, an den Tisch von Horst, Ann Brit, Zafer und alle rutschten nun am Tisch zusammen.

“Die Geschichte ist so alt wie unsere Alpen”, begann Zafer. “Birde war damals die Asphaltstute schlechthin, wurde leider bieder, nein, sie wurde sogar fromm! Eine Betschwester!”


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Zafer lachte hämisch laut auf und die Kollegen schütteten sich mit aus vor Lachen. Zafer erhob den Zeigefinger in die rauchige Luft und setzte überdurchschnittlich laut fort:

“Die hat den Alex, den, der heute oben auf dem Berg lebt und einen auf Sozial macht, seine Schelchtigkeiten ausgetrieben.”

Ein anderer am Tisch warf sarkastisch ein:

“Aber glaub nicht, dass die das mit der Bibel gemacht hat!”

Wieder ein gröhlender Lachanfall der Anwesenden. Vor lauter Lachen liefen Zafer die Tränen die Wangen hinunter und er lallte:

“Aber sie hat aus ihm einen anständigen Bürger gemacht...!”

Das Wort “anständig” sagte Zafer jedoch derartig herablassend, dass Übelkeit in Ann Brit hochstieg.

“Alex wohnte dann bei Birde und ging von da an noch einmal zur Schule,” sagte Horst mit ruhiger Stimme in die Runde ein. “Er schaffte seinen Abschluss und rekrutierte vier Tage danach beim Militär. Birde zog es irgendwann wieder ins Milieu und nach dem Militär verlor sich der Kontakt zwischen ihm und mir.”

“Aber er wohnt doch hier?”

“Ja, ja, wieder einmal,” warf Zafer ein, “weil auch er nicht von allem los kann. Nur irgendwer hat ihn in seiner Abwesenheit aus unserer schönen ruhigen Stadt eine Hirnwäsche verpasst, denn wie sonst kommt so einer wie der dazu den Abschaum von der Strasse abzukratzen und wieder hochzupäppeln?”

Ann Brit verstand den Hass des Kollegen nicht, den sie aus seiner Stimme herauszuhören vermochte. Sie stand auf und Horst folgte ihr. Horst zahlte am Tresen und beide verliessen die Pizzeria. Ann Brit holte in der kühlen Nacht erst einmal tief Luft und murmelte traurig, eher fragend:

“Warum lachen sie über ihn?”

Horst schaute sie erstaunt an, legte seinen Kopf ein wenig zur Seite:

“Hey, was interessiert dich eigentlich so an Alex? Hast dich wohl verschossen!”

Bevor sie antworten konnte, verabschiedete sich Horst von ihr. Sie hatten nun beide eine volle Woche Dienstfrei und sie wusste, Horst hatte sich in den kommenden freien Tagen als Radsportbegeisterter eine Tour in die nahegelegenen Alpen eingeplant.

Langsamen Schrittes ging sie zu ihrem Auto und fuhr nach Hause.

Wie wird die Radtour von Horst in den Alpen verlaufen?
Was wird Ann Brit in ihren freien Tagen erleben müssen?
Was wird aus dem Mädchen, das bei Alex untergebracht ist?

Fortsetzung folgt

Nele


Nele - eine Geschichte von einem Mädchen,
das sich in dieser Welt verlor und wiedergefunden ward. Wahr? Unwahr?
Wer weiss das schon so genau.


Die zwei Polizisten standen Nachts um Drei vor Alex`s hölzerner und schon vom Alter sichtbar gezeichneten Eingangtür. Eine Klingel gab es nicht, dafür eine Kuhglocke, mit einem Strick.

Horst nahm den Strick und schüttelte die Bleikugel, die mit lautem Getose an den Glockemantel stiess. Seine Kollegin Ann Brit schaute gebannt auf die Tür und lauschte nach drinnen.


“Versuche es noch einmal!”

Horst bemühte den Strick noch einmal. Das Geläute verhallte und dann endlich schimmerte ein schwaches Licht durch das kleine Fenster, das im Türblatt sein Dasein fristete. Türschanieren knarzten. Ein Schrank von Mann stand sichtlich verschlafen im Türrahmen, seine linke Hand hielt ein Handtuch. Ann Brit war sichtlich erschrocken und wich einen kleinen Schritt zurück, ihre Augen starrten auf den Mann im Rahmen. Mit einem Schwung Whiskeygeruch kamen Horst und seiner Kollegin ein:

“Ey, was gibt`s?”
“Alex, wir brauchen dich!”
“Jetzt?”
“Ja, jetzt.”
“Ey, kommt erst mal rein, Kaffee?”

Alex verschwand im Dunkel des Ganges, Horst folgte ihm, Ann Brit schlich eher mit Unbehagen hinter ihrem Kollegen her.

“Im Grunde haben wir keine Zeit für ein Kaffeekränzchen, Alex!” sagte Horst mit dringender Tonlage in der Stimme.

“Ey, du kommst hier Nachts angekrochen, ich muss erst mal wach werden! Ansonsten kannst du dich mit deiner Schnepfe gleich wieder verpissen.”

Alex legte Holz in den Küchenofen, stellte einen Wasserkessel auf die Platte und verschand hinter einem feingeschnitzten Türbogen.

“Wo finde ich die Tassen?” sagte Ann Brit in Richtung des Raumes hinter der Küche, in dem Alex verschwunden war.

“Lass es gut sein, habe sie gefunden! Trinkst du schwarz, mit oder ohne...”

Weiter kam sie nicht, denn Alex stand mit einer Jeans gekleidet mitten in der Küche und fiel ihr ins Wort.

“Schwarz.”

Er zündetet sich eine Zigarette an und setzte sich an den wackeligen Küchentisch und schaute Horst an:

“Was gibt`s, was ihr nicht auf die Reihe bekommt und mich dafür Nachts aus dem Bett holen müsst?”

Ein Hustenanfall von ihm liess auf die Antwort von Horst warten.

“Das klingt nicht gut, nur so nebenbei, mein Freund. Also, wir haben eine kleine Göre im Auto. Pulle hat uns angerufen. Sie lag seit einigen Stunden an seiner Tanke auf dem Parklatz und wir dachten, weil du dich ja auskennst, wir bringen sie erst zu dir.”

“Tickt ihr noch ganz richtig?” raunzte Alex Horst an.

Ann Brit stellte drei Tonbecher auf den Tisch, schenkte den gebrühten Kaffee ein, schob den beiden Männern je eine hin und stellte die Kanne mitten auf den Tisch.


Horst entgegnete Alex: “Klar, wir hätten sie in der Klinik abgeben können, doch Pulle meinte, sie wäre eine Kleine von Compo.”

Alex trank einen grossen Schluck aus dem Becher, drückte seine Zigarette in einer alten in der Mitte abgeschnittenen Bierdose, die Augenscheinlich als Aschenbecher diente, aus. Die beiden Männer standen fast synchron vom Tisch auf und gingen nach draussen Richtung Streifenwagen. Horst öffnete die hintere Tür und auf dem Rücksitz lag eine Gestalt. Alex schob den Kopf in den Wagen, griff mit seiner Linken in die Hosentasche und friemelte eine kleine Taschenlampe heraus. Im fahlen Lichtkegel sah ihn ein kindliches Gesicht, schneeweiss im Teint, mit dunklen Augenringen an. Alex schreckte leicht zurück und zog seinen gebückten Oberkörper wieder aus dem Wagen heraus. Fast schrie er Horst an:

“Das ist ja noch ein Kind!!”
“Ja und sie soll bei Compo laufen.”

Alex zog die Kleine von der Rücksitzbank in seine Arme heraus. In seinen muskulösen Oberarmen verschwand das Mädchen beinahe. Alex betrat mit dem Kind in seinen Armen seine Küche, stellte sich auf sein linkes Bein, schwang das rechte Bein in die Höhe und räumte mit einem Fusschwung den Küchentisch ab. Becher, angeschnitte Bierdose und der Kaffeekessel fanden sich am Boden wieder. Ann Brit versuchte sich mit einem Sprung vom Stuhl Richtung Küchenanrichte zu retten. Fast zärtlich legte Alex das Mädchen auf den Tisch und riss ihr die verdreckte, zerschlissene rosafarbene Hose vom Leib. Ann Brit erstarrte und Horst traute sich nicht zu atmen. Vor ihnen lag ein völlig abgemagerte kleiner Mädchenkörper, der mit roten Punkten, Blutergüssen, blauen Flecken übersät war. Alex puhlte ihren Oberkörper aus dem verlöcherten und nicht minder sauberen Pullover. Auch hier bot sich ein Bild der Unmenschlichkeit. Es gab keine Körperstelle, die nicht von Einstichen oder offensichtlichen Spuren von körperlichen Gewalt frei war.


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Der Gesichtsausdruck von Alex liess zu tiefste Abscheu und Hass erkennen. Er ging an die Küchenanrichte und kramte eine Waschschüssel, Seife und Tücher aus einem der Schränke. Ann Brit legte neues Holz auf uns fischte einen grossen Topf aus einem Gestell an der Wand. Alex ging mit dem Topf, den ihr Ann Brit in die Hand drückte, weil sie keinen Wasserhahn in der Küche fand, hinaus. Nach einigen Minuten kam Alex mit dem mit Wasser gefüllten Topf unter dem Arm wieder in die Küche und stellte ihn auf eine Herdplatte. Ann Brit sass nun am Küchentisch auf einem Stuhl und hielt dem Mädchen die Hand. Dabei schüttelte sie mit Tränen in den Augen immerwährend ihren Kopf.


“Sowas kriegst du nicht auf deiner feinen Polischule gelernt, was?” sagte Alex fast zynisch in den stillen Raum und zu Horst:

“Du kannst Compo sagen, wenn ich ihn erwische, ist er reif. Man schickt keine Kids auf den Strich!”

Das Wasser im Topf machte sich bemerkbar und Ann Brit schüttete einen Teil in die Waschschüssel um. Alex stellte die Schüssel auf einen Stuhl, den er sich ganz nahe an den Tisch schob, tunkte Tuch für Tuch in die Schüssel und rieb die Tücher mit der Seife ein. Vorsichtig strich er der kleinen Unbekannten den verkrusteten Schmutz von ihrer Kinderhaut. Ann Brit machte sich wortlos mit der alten, schon Rostangesetzten Schere, an die langen Haare und schnitt Büschel für Büschel ab. Lange, blonde, verfilzte Haarbüschel zierten nun den Fussboden um sie herum. Alex verschwand im Gang und kam mit einem Shirt von ihm in der Hand zurück. Ann Britt streifte dem langsam aufwachenden geschundenen Körper das Shirt über, Alex hielt die Kleine in seinen Armen. Danach hob er sie hoch und verschwand im hinteren Raum.

Horst zündete drei Zigaretten an und übergab seiner Kollegin und Alex eine. Schweigend standen nun drei rauchende Erwachsene in der Küche.

Fortsetzung folgt.

Operation “Vogelabknipseln”


Bei uns im Garten ist seit einigen Tagen buchstäblich eine Hektik ausgebrochen, es ist nicht auszuhalten und das sollte doch für die Nachwelt dokumentiert werden.

Von rechts nach links, von links nach rechts, von vorne nach hinten, von hinten nach vorne flattert es im Moment hin und her und her und hin und hoch und runter und runter und hoch.


Alles bitte im Tiefflug!
So, als ob der Himmel oben gesperrt wäre.

Bei uns hier herrscht im Moment ein absoluter Luft-Boden-Krieg!


Nach und nach die Ereignise kurz zusammengefasst:

Im Garten sind kleine Beete frisch angelegt und jeder von den hier lebenden Vögelchen denkt, er könne mir meine nützlichen Würmer, die ich liebevoll in die Beete stopfte, aus den selbigen klauen!

Das muss man sich vorstellen!
Ich stopfe und die Vögel ziehen frech die Würmer ein paar Minuten später am Kragen brutal wieder aus der Erde! Einige Flugdiebe waren sogar derartig dreist, da waren wir noch an der Gartenarbeit, da hockten sie schon wie die Geier auf der Wiese und begannen ihre Wurmrausziehaktion!

So hiess es für uns:

Lage sondieren, einen Strategieplan erstellen, damit die Übertritte über die Beetlinien unterbunden werden könnten. Somit hofften wir auf die Rettung der in die Beete Gestopften.

Diplomatische Auseinandersetzungen zwischen uns Menschen und den fliegenden Wurmdieben brachten aufgrund von sprachlicher Verständigungsbarrieren rein gar nichts -


es ging munter weiter mit dem Wurmrausziehen aus den Beeten!

Wir, < Herr Lapplandblog > und ich, entschlossen uns heldenhaft zu einer härteren Gangart.

Operation “Vogelabknipseln” ward geboren.

Diese überobergeheime Operation mitten in schwedisch Lappland wurde zuerst mit einem hundigen Spähtrupp begonnen.

Deren Einsatz war wie folgt geplant:

Die hundige Zweiertruppe soll sich tarnend im Hundegarten aufhalten und dort friedlich vor sich herschlummern.

Danach hiess die Order für die Haupteinsatztruppe:
Ran an die Waffe!


Der Spezialauftrag:

jeder, der sich bei uns hier auf dem Grund und Boden verirrt und die Gestopften klauen will, wird ohne Vorwarnung abgeknipselt!

Heute werden die überobergeheimen Dokumente das erste Mal vom operierenden Oberkommando “Abknipsler” der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Hier einige Ausschnitte aus den schriftlich-geheimen Notizen:

Herr Bachstelze suchte Anfang Mai einige Tage nach einer für ihn geeigneten Dame. Nun scheint es, er ist unter der Haube, denn er ist nebst seiner frisch Angetrauten bei uns gegenüber eingezogen. Das Paar hatte die Blockhütte um die Baumecke bezogen und richtete die Immobilie angestrengt ein.

Ein weiterer Bungalow ist jüngst bezugsfertig geworden.

Er liegt in einer kleinen Seitenflugbahn, gegenüber der Birke hinten links. Dort ist nun Familie Trauerschnäpper eingezogen und mit der familiären Planung beschäftigt.

Sorge bereitete dem Oberkommando “Abknipsler” bei der überobergheimen Operation “Vogelabknipseln” der Einsatz der Fusstruppe “Lapplandkatze”, die Nachts ihren Wachdienst im Garten absolvieren sollte.

Zuerst gab es auf der Gartenwiese einen handfesten Streit mit Frau Elster und danach flogen die Pelzbüschel, als das Rotfussfalkenpäärchen dem Einzelspähtrupp den Garaus machen wollte.

Heldenhaft hat es unser Schnurricatus überlebt und die Tiefflieger in die Flucht vertreiben können.

Nebenbei wurden von uns auch diverse sich im Wasser befindlichen Truppen gesichtet. Diese verhielten sich jedoch äusserst bedeckt und es deutete nichts auf eine Angriffsplanung dieser Fliegertrupps auf die in die Beete Gestopften hin.

Neben den Wurmdieben gab es eine weitere Knipselberührung.
Frau Elise Elch ward gesichtet.

Festzustellen ist, dass ein Elch sehr neugierig in dein Objektiv schaut aber wehe es knipselt! Dann nimmt Frau Elise Elch ihre Beine in die Hand.

In diesem Sinne viel Spass beim



(Oh nein, ich gehöre auch in Zukunft nicht zu der auf dem Boden robbenden Spezies, die sich Naturfotografen nennt, keine Angst! An dieser Stelle einmal ein Danke zwei Menschen, die mir bei der Formulierung meiner Blogeinträge behilflich sind.)

Was



Was wäre, wenn Ideen Sex hätten?


was 2010 lappland schweden rolligrafie coabhaengigkeit
Läppische Grüsse aus Elchhausen, Schlappland - Skandalavien

gesegnet



gesegnet seist du

gesegnet lapland sweden 2010 mahlemiut

Schläpplische Grüsse aus Elchhausen, Schlappland - Skandalavien

alaskan malamute by day

alaskan malamute by day 2010 lapland sweden
Läppische Grüsse aus Elchhausen, Schlappland - Skandalavien

alaskan malamute by night

alaskan malamute by night 2010 lappland sweden

Läppische Grüsse aus Elchhausen, Schlappland - Skandalavien

dos - two - zwei - två

dos zwei two tva 2010 mahlemiut lappland
Herr Lapplandblog hat mir seine Knipse geliehen-Nikon L12

vorstellung


Darf ich vorstellen?


vorstellung lappland 2010 mahlemiuts


Vorhang auf für Frau < Tilla Pe > !

Ich gebe es auf!


Seit 15 Jahren keine Antwort -
- nicht einmal von den “Profis”.

Frage 1:

Wenn wer kurzsichtig ist und somit Brillenträger, warum sieht diese Person durch den Sucher sein Motiv “scharf”, jedoch am Bildschirm ist dieses Motiv unscharf?

Frage 2:

Wie sieht eigentlich mein gebloggtes Bild auf einem anderen Monitor aus?

Ich bin Macianerin und es müsste doch möglich sein, dass Profis endlich mal eine Liste erstellen auf der Screenshots zu sehen sind. Ein und dasselbe Motiv auf unterschiedlichen Monitoren. Dann könnte sich ja zumindest ein Laie, wie ich einer bin, überhaupt einmal ein Bild davon machen, wie meine Nichtblogverfolger meine Bilder sehen.

Auf alle Fälle ein Hurra auf den knipselnden Technikmainstream, der - oh welch Wunder - vor lauter Selbstbeweihräucherung hoffentlich bald Atemprobleme bekommen wird.

Und ich stehe dazu:

Ich knipsel so schlechte Bilder,
dass sie schon wieder gut sind

Das sogar ohne Werbung! 



DSC_0757


Stacheldraht und eine hohe Mauer, die umgeben von duftenden Blümchen sind und aus der sich Eure eigene JVA namens “EGO” aus der Masse erhebt. Erschlagt ruhig euren nächsten Insassen, dann bleibt für euch selbst mehr übrig.

Die Luft oben wird dünner und wenn es dumm läuft -
die Atemmaske nicht zur Hand: ...shit happens...

Er ist Mint, nicht grün!


rolligrafie lappland schweden 2010 frosch

Einführungskurs ins Töpfchenknipseln


Fachbereich: Analogknipselkurs

Niemand scheint es gelesen zu haben. In einer momentanen hitzigen Debatte in der Fotoblogwelt schrieb ein männlicher Knipser, dass er es beobachtet habe, wie vor fünf Jahren sein Bekanntenkreis zum Elternkreis überwechselte.


Niemand achtete auf den innerlichen Hilfeschrei und als noch zu lesen war, ob dieses Leben einer knipselnden Mutter der Realität entsprechen würde, wurde ich sehr aufmerksam!


Niemand scheint auch nur im Geringsten diesen tiefenpsychologisch offenbarenden Worten eines Mannes Beachtung zuschenken.

Leider!

Dieser Mann muss doch Höllenqualen leiden!
Diese arme Socke!

Er stellte bei seinem eigenen Kommentar an die Blogbesitzerin sicherlich für sich unbewusst fest, dass er noch nicht weiterverknipselt istund anstatt, dass nun eine Singleknipserin auf sein Angebot, das da lautete:

“Ey, Ladies, ich vereinsame und würde mich gerne verknipseln” eingeht, weil es wäre DIE Chance,

aber nein... diese arme Socke knipselt bestimmt noch die nächsten Jahre einsam und alleine vor sich her.


Nun möchte ich solchen alleinvorsichknipselndenweilnichtbeachteten Mannen doch einen Ratschlag für ihr weiteres Leben mitgeben:

Sollte ein Mann, der sich verknipseln will, seine Angeknipselte gefunden haben und sie würde sich nun von ihm tief verschärfen lassen, dann könnte es geschehen, dass er nach einer neunmonatigen Wartezeit sich verspiegelt hat.


Männer neigen in solchen Situationen sehr schnell zur Panik! Sie fürchten nun, sie dürften nicht mehr weiter knipseln, beziehungsweise ihr Knipserhobby würde zumindest darunter leiden. Sie sehen schon ihr Hobby davon fokussieren.


Nur keine Panik! Schon in der Wartezeit wird ein weiterer Knipser euch als den zukünftigen Vater knipselnd unterstützen. Der Vater erhält ein Foto, wo er und die Seinige sich im Spiegel auf Papier beschauen kann. Dieses Arztfoto von dem Ungeborenen wird nun im Familien-und Bekanntenkreis stolz (auch von dir, denn es entspricht der Realität!) herum gereicht. Schliesslich müssen Fotos ja gezeigt werden und sollten nicht in der Schublade enden.


Das besagte Arztfoto wird nun in das neu erstandene Buch “unser Kind” eingeklebt. Mit Datum, Uhrzeit, wann der Arztbesuch stattfand, sowie Angaben über die Schwangerschaftswoche wird es höchstpersönlich vom väterlichen Knipser sogar beschriftet.


Es ist soweit! 

Das kleine Knipserlein schreit das erste Mal und wir ahnen es schon!
Es wird das absolute Starbild geknipst, das dann liebevoll im Büchlein fürs Kind eingeklebt wird.

Schriftlich wird nun daneben für alle Ewigkeit festgehalten: 


Vorname,
Geburtsgewicht, Geburtsdatum,
Geburtsuhrzeit, Geschlecht


und bitte nicht vergessen:


Mein allerliebster Schatz, das erste Foto von dir!
Mit knipselndem Stolz, dein Vater!

Nun wird im Alltag geknipselt, was das Zeug hält. 


Das kleine Knipserlein im Schlaf,
beim Füttern,
beim Wickeln,
bei der Spazierfahrt mit dem Wägelchen, usw.


Dann kommt der Tag der Tage! 

Das Knipserlein wurde grösser und sitzt das erste Mal auf dem Töpfchen und was macht der Papa?

Richtig! Exakt diese Situation abknipseln!


Nun, bei keinem Knipser darf die Technik fehlen und gerade das habe ich bis dato in keinem Knipserblog lesen können. Wir kommen so denn zum ersten Onlinekurs in die


Technik des Töpfchenknipselns!

Alle künftige Knipserväter aufgepasst,
(denn folgendes lest ihr bei keinem bloggendem Knipserprofi!)

Schritt 1:

Wenn das kleine Knipserlein auf dem Töpfchen den Papa nun ganz stolz gemacht hat, beugt sich Knipserlein vorn über und nun Papa, aufgepasst! 


Schritt 2:

Lege sofort den Fotoapparat bei Seite und halte das Töpfchen fest, weil sich der Plastikrand mit dem Knipserleinpopo wegen der langen Töpfchendauer vereinigt hat.
Wenn sich das Töpfchen nun von dem Knipserleinpopo durch dein Heldenhaftes festhalten gelöst hat, nicht erschrecken, es kann ein Geräusch geben.

Es lautet in etwa so:
Plopp.
(Wichtig: es macht nicht: Klick!)

Schritt 3:

Sollte der Knipservater das Töpfchen nicht festhalten und das kleine Knipserlein sich nach vorne beugen, wird sich das Töpfchen aufgrund der Körperbewegungen von selbst ablösen und der Inhalt des Töpfchens findet sich auf dem Teppich wieder.


Schritt 4:

Nun sollte der Knipservater seinen Fotoapparat wieder suchen, das eingekrönte Töpfchen standesgemäss positionieren. Man achte hier bitte auf genug Lichteinfall, da die bunte Farbmischung solcher Töpfchen einiges “wegschluckt”. 


Schritt 5:

Nach dem Lob der Angeknipselten “Braver Papa” sollte das Foto noch liebevoll ins Album geklebt werden.
Bitte vergiss nicht das Datum dieses Ereignisses unter dem BIld festzuhalten!

Der geneigte Blogleser mag sich nun amüsieren, doch so einfach ist das nicht, die Sache mit dem Töpfchenknipseln!


Im Grunde ist es ein ungefragtes Eindringen in die Privatsphäre eines auf dem Töpfchen sitzenden Menschen.

Oder wolltet ihr als Erwachsener einfach so bei eurer Thronsitzung abknipseln werden?
Soll dieses Bild auch herumgereicht werden?


Denken wir weiter:

Solltest du als Mensch schwer erkranken, im Krankenhaus deiner Hoffnung auf schnelle Gesundung nachhängen, kann es geschehen, dass hier die nette Krankenschwester mit dem Töpfchen für dich an das Bett kommt. 


Möchtest du bei dieser Töpfchensitzung angeknipselt werden?
Soll dieses Bild auch herumgereicht werden?


Dann wirst du alt - uralt! Am Stuhl unten hängt nun was? 

Richtig! Ein Töpfchen! (weitere Ausführungen siehe oben)

Gehen wir zurück in deine Vergangenheit.

Was haben deine Eltern mit dir damals gemacht?
Richtig! Ihr Kind auf dem Töpfchen abgeknipselt! Nämlich dich! (siehe dein Kinderbuch!)

Nun kann heute ein gewitzter Knipservater sogar familiäre Studien betreiben. Kommen wir zu:


Die Töpfchenstudie!

Wir gehen wie folgt vor:

Wir suchen alle familiären abgeknipselnden Töpfchensitzungsbilder der vergangenen Jahrzehnte aus der gesamten Familie zusammen, legen sie nebeneinander und fragen uns:


Welches Kind aus welchem Familienzweig hat welches Gesicht beim abgeknipselnden Töpfchensitzen gemacht und sind Ähnlichkeiten zwischen den abgeknipselnden Töpfchensitzenden Generationen festzustellen?


Also, ihr seht, alles im Allem scheint alles im Leben miteinander verknipselt zu sein.


Gibt es eigentlich eine Knipsersinglebörse?



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Läppische Grüsse aus Elchhausen, Schlappland - Skandalavien

Knipse(l)nder Rosenkrieg


Manch Streit entsteht, weil “er” mehr seinem Hobby fröhnt, als seiner Frau. Manch Streit entsteht, weil sein Hobby jeden Monat das gemeinsame Haushaltsgeld verschluckt. Manch Ehe scheitert, weil der Ehegatte seine “sie” im Laufe der Jahre als Selbstverständlichkeit deklarierte.

Die Liste liesse sich bis Unendlich verlängern!

Nur so viel:

Zwischen Herrn Lapplandblog und seiner Gattin hat es deftig gekracht. Knipselnder Rosenkrieg auf elendigstem Niveau.

Par excellent!

Der Vorfall:

Er, der seine Frau nicht als Selbstverständlichkeit angekettet, bringt ihr eine Schachtel edles Süsses mit. Sie hocherfreut und mächtig stolz mag sein Geschenk nikonisieren. Das schachtelige Objekt wird positioniert.

Steht doch Herr Lapplandblog neben seiner Frau und knipselt schon!

Voller Entrüstung sie zu ihm:
Ey, das ist MEIN Motiv!

Er unbeirrt:
knipsel, knipsel, bück, knipsel, streck, knipsel, beug, knipsel, knipsel, knipsel, bück, knipsel, streck, knipsel.


Wüstentrocken er zu ihr:
Jetzt kannst du - ist doch nur fürs Archiv.

So etwas haut dich doch glatt aus dem Reifen!!


lappland praline 2010 rosenkrieg mahlemiut



Auf alle Fälle hängt seit gestern der Knipsersegen schief und es scheint sich nicht mehr einzufokusieren. Im Moment ist hier alles sehr unscharf und noch nicht einmal ein positiver Lichtblitz sichtbar. Beide Akkumulatoren stehen auf kritischen Bereich, nämlich Stufe “rot”. Das ganze System ist verstellt und kein Reset möglich.

Bin ich etwa unterbelichtet? Wie kann so etwas geschehen?

Kennt sich wer im knipselnden Rosenkrieg aus?
Welche Erfahrung habt ihr mit Knipserehen?
Gibt es eine knipselnde Lösung?


Und die wichtigste aller Fragen:




Was machen wir nun mit dem Motiv?

Läppische Grüsse aus Elchhausen, Schlappland - Skandalavien

Gestatten


Herr und Frau
Lapplandblog.

Weil ihr es so wolltet, hier sind wir live und in Farbe.

Mein Mann hat mir ein anderes Objektiv auf meinen Fotoapparat geschraubt. Er erklärte mir, dass es nicht mehr automatisch die Schärfe einstellt.

Aha!
Dafür müsste ich vorne an einem Ring drehen.
Ich:
dreh, dreh, dreh.
Alles nur nichts Nichts.
Wieder:
dreh, dreh. Ah!! Abbel werds hell!

Er erklärte mir, ich müsste nun gaaaanz dicht an das Motiv.
Noch dichter. Noch mehr.

Aha!
Jetzt: Knips!
Ich:
knips.

Für mich ist das nichts im Grunde denke ich mir. Mir macht die Hand nach einigen Sekunden sehr weh, weil das Objektiv schwerer als mein Gewohntes ist.

Irgendwie sind wir beide auch nicht so gelungen. Unsere Beine sind verschwommen oder leide ich an einer durch das Alter bedingte Fehlsichtigkeit.

Oben scharf, unten naja?

Bei längeren Hinsehen sind wir doch ein ganz tolles Paar!
Wir scheinen schon so lange zusammen, dass wir uns unbewusst nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Kleidung angepasst haben. Nun, wir werden halt älter.

Noch etwas:
Wir scheinen zumindest das Lächeln nicht verlernt! : )


herr und frau lapplandblog 2010 schweden

Läppische Grüsse aus Elchhausen, Schlappland - Skandalavien

Anderes Welt


Wer Raum kennt, kennt seine unterschiedlichen Atmosphären. Entstanden durch dort Gelebtes, das Zusammenstellen von Mobiliar, Farben, Dekorativen. Ein bewusst darauf achtendes von Raum zu Raum gehen, kann innerliche wahre Feuerwerke auslösen. Alleine der unterschiedliche Duft einzelner Räume, die unterschiedlichen Ereignisse der dortigen Böden, die einzelne Raumakkustik, der jeweilige Lichteinfall und vieles mehr. All das macht dieses Erlebnis zu jeder Jahreszeit unterschiedlich.

Pluspunkte: die jeweilige innerliche emotionale Schieflage des Raumbetreters, seine Aufnahmefähigkeit der Unkonzentriertheit oder seine Wahrnehmungsstörung vermehren diese Erlebniswelt und ich ahne, bis zum Lesen dieses Artikels hier ist es den allerwenigsten Menschen bewusst gewesen, wenn sie einen Raum betreten, welche Faktoren sich in ihrem Innenleben unbewusst abspielen und was ihr Unterbewusstsein überhaupt aufnimmt.

Mich ehrt nicht sonderlich die Aussage:
dein Blog ist interlaktuell,
sondern ich fand es ehrend, welche Person mir das mitteilte.


Vorhänge können nach oben gehievt werden für den nächsten Akt oder sie können gesenkt werden für den endgültigen Abschluss des Lebensstückes.

Vorhänge zugezogen mögen deine Blicke nach draussen in die Wirklichkeit schützen.


Nur wenn Männer durch solche Gehänge gehen, wartet dahinter eine Anderes Welt.

Anderes Welt wartet auf den Eintreter.
Anderes Welt raucht, trinkt, lebt auf Dauer nicht gerade gesund.
Anderes Welt wird nur jung bereichtert.
Anderes Welt gibt es global, international.


Ein Nischenwirtschaftszweig unter Männerherrschaft.
Rollentauschen wäre von Vorteil.

Kennt wer einen Callboy,
der unter der weiblichen Mileuobrigkeit meistbietend verschachert wird?



anderes welt 2010 autism mahlemiuts

Läppische Grüsse aus Elchhausen, Schlappland - Skandalavien

Dummiseifen


Die letzte Besucherin sagte er habe Dummiseifen.
Viele sagen, er wäre grün. Nein!
Er ist und bleibt Mint. Darauf bestehe ich. Grün haben viele.


Mir fällt etwas auf.
Ich sollte einmal eine Fotoseccion über meinen Sir Laubfrosch machen. Jetzt, in der Zeit, die sich Frühling nennt, käme sein Mint ganz gut.

Die deinige Konzentration auf das Lesen hier lässt dich von den lebenswichtigen körperlichen Funktionen ablenken. Du nimmst sie nicht wahr, so denn sind sie dir nicht bewusst.

Daher siehst du es als Normalität an.

Jedoch ist das Zusammenspiel deiner innerlichen Organe, die dir zum eigentlichen Leben verhelfen, Normalität?

M arionette
E rfinderisch
N ostalgisch
S ensibel
C haotisch
H immlisch


dummiseifen rollstuhl rolligrafie 2010 lapland sweden

Vergängliches Sterben



Es reicht!
Niemand sollte dieses nun als Vorwurf empfinden, doch es reicht in der Tat. Ich bin in der falschen Zeit geboren.

Das ist Fakt. Jetzt ist es mir endgültig bewussst.

Dieser Geruch von altem Öl, der in die Nase stieg, die Beschwerlichkeit der Gerätschaften, die dort alleine, verlassen und vergessen auf ihren endgültigen Tod warten.

Ohne Trauerrede,
ohne Beerdigung,
ohne Tränen von Hinterbliebenen.


Welche Hände hatten damals die Schraube ins Metall gedreht?
Wer war das, der einst das Gewinde in die Schraube fräste?
Wer fuhr einst diesen Bagger?
Was haben seine Schaufeln schon gehievt?
Was sind das für Schläuche, was schluckte ihr Inneres Tag für Tag?


Keine Antworten. Zutiefstes Schweigen.
Nur ein Vogel, der über dem Platz kreiste, rief seine Melodie.
Zeit ist so kostbar und doch so unendlich.
Zeit ist so vergänglich und doch real.


rolligrafie 2010 vergangen schrottplatz vaesterbotten sverige

< Herr Lapplandblog und ich waren heute auf einem Schrottplatz.
Hier gibt es mehr Bilder von uns beiden. >



Der Mond und ein Stein


Der Mond, uralt, hängt seit Billionen von Sekunden dort oben am nächtlichen Himmel. Wenn alle Engelkinder die im Himmel leben, ganz brav sind, macht sich der Mond für sie ganz fett und rund. Die Engelkinder dürfen nun mit dem Mond Fussball spielen.

Eines Tages machte es einen lauten Knall. Diesen lauten Knall konnte jeder Mensch auf der Erde hören. Ich ging aus dem Haus um nachzusehen, was das für ein Knall gewesen sein könnte. Vor meinen Füssen lag der Mond auf der Erde und jammerte bitterlich. 

“Was suchst du hier auf der Erde, gehörst du nicht an den Himmel?”

Der Mond antwortete völlig aufgelöst:

“Oh, ein kleines zorniges Menschenkind, das auf der Erde lebt, hat einen Stein auf mich geworfen und mich getroffen. Durch den Schubs bin ich vom Himmel gefallen und seit dieser Stunde liege ich nun hier und keiner hilft mir wieder nach oben an den Himmel!”

Ich beugte mich zum Boden hinunter, dort, wo der Mond lag und ich sah, dass die ganze Erde nass von seinen Tränen war.

“Was sind das denn für kleine weisse Steine um dich herum?”

“Als mich der Stein getroffen hatte und ich auf die Erde gefallen bin, brach ich entzwei."

Ich hob die Mondsichel auf und hängte sie wieder in den Himmel. Neben ihn hängte ich auch seine kleinen Mondbröckchen, die sich beim Aufprall auf die Erde von ihm gelöst hatten. Die Mondbröckchen begannen sofort um den Mond herum zu tanzen und vor Freude zu kichern.

Seit diesem Tag gibt es die kleinen Sterne und den Mond als Sichel hoch droben am Himmel.

© bymahlemuit.


abstrakt kunst mahlemiut 2010 fuer simon und nicolas



Winny ist ausgezogen


Charlotte sucht noch einen, Rachel ist unglücklich,
Tania denkt über Trennung nach, Frances hat einen Neuen,
Annegret wurde letzte Woche Witwe, Biene fährt mit Doro in Urlaub.
Erika hat sich ins Kloster angemeldet, Fredericke ist schwanger,
Gisèl hat endlich ihre Stelle als Entwicklungshelferin,
Hanne jobbt an der Kasse. Irene hatte einen Unfall,
Karen studiert noch, Laura zieht ins Pflegeheim,
Marianne jammert über alles, Norah lernt Lesen und schreiben.

Oma Frieda schweigt. Wie immer. Seit jeher schweigt sie.

winny ist ausgezogen 2010 abstrakt lappland

bymahlemuit.


Faustrecht


Ein Mensch kann sehr wohl vom Tierreich lernen, zumindest wenn die Meister der Natur dir als Mensch absolute Grenzen setzen können. Mensch sollte jedoch in der Lage sein, die tierische Kommunikationsbasis zu verstehen.
Nicht interpretieren, nicht deuten wollen. Dadurch könnte menschliche Illusion Gestalt annehmen und sollte der Tag kommen, in dem sich das menschliche Wunschdenken in Realität verwandelt, es dann so ausgeht, dass es völlig anders kommt, wie Mensch es eigentlich dachte...

ist Enttäuschung vorprogrammiert.

Schuld ist sodenn das Tier. Das wäre das Endergebnis des menschlichen Denkens aufgrund unrichtiger Wahrnehmungsebene. Jedoch lässt es sich mit dem Motto "alles schön abschieben auf andere" beruhigt leben.

Es ist also erwiesen, entgegen manch heutiger noch existierender landläufiger selbsternannten Expertenmeinung, die Rasse der Alaskan Malamute ist zu einem Zusammenleben mit einer Katze fähig.

Kein Kratzer, kein Jagen, kein Nichts.
Im Gegenteil.


Katze darf an Hundenapf und mitfuttern.
Katze darf an Hundeknocken und mitnagen.
Katze darf an Hundekörper und kuscheln.
Katze darf ins Körbchen und naja...
hoffentlich liegt dort nicht schon ein Hund, sonst hat dieser der freundlichen Aufforderung zum Abgang Folge zu leisten.

Gesäugt von einer Alaskan Malamutehündin.
Brilliant erzogen von einem Alaskan Malamuterüden.
Bewacht von einem Schlappi!
(Grins nicht, ja?)

Ohne Katze im Haus, keine Ruhe unter den Hunden.
Mensch wird Nachts geweckt, wenn Katze von ihren Ausflügen heimkehrt.

Gemeinsames Gassigehen sind genauso selbstverständlich, als das Katze vor dem Hundeauslauf steht und auch hinein mag.

Unterschiedliche Tierdialektiken sind nur Probleme, die Menschen erschaffen.

Faustrecht? Pfotenrecht!
Summa Sumarum: Geduldige Arbeit mit Tieren ergibt ... ?
Gibt es hier eine Anstalt der Psychiatrie?


lapplandkatze 2010 faustrecht

Ach ja, frömmeln tut er auch noch : )

lapplandkitten 2010 wenn engel sprechen