Lappland in Trauer
oder:
Der Winter zieht von dannen!
Vor wenigen Augenblicken wurde das Leben einer Fliege, die sich unvorsichtig, weil gierig, auf dem Tisch umher tummelte, mit HIlfe einer Fliegenklatsche ausgehaucht.
Das Opfer hatte keine Chance!
Nicht einmal den Schimmer einer Chance.
Wir bitten von Kranzspenden abzusehen.
Im Gedenken an die Zerquetschte werden jedoch Geldspenden entgegengenommen.
Etwaige
nachfliegende Familienangehörige der teuren
Verblichenen mögen bei sich zu Hause die Trauerfeier
zelebrieren, da unter ihnen weitere Todesfälle nicht
ausgeschlossen werden können.
Diaspora - Hand & Cap
Wenn Sie zu der Reihe Diaspora Richtung Schweden, die Sie in loser Zusammenstellung hier im Blog lesen können, Fragen haben, mailen Sie diese mir.
Bitte tragen Sie im Betreff Diaspora ein. Danke.
Die Mailadresse finden Sie, wenn Sie nach unten scrollen und auf das Wort Kontakt klicken.
Ansonsten können Sie auch bei Herr Lapplandblog weitere Informationen über < das Auswandern > nachlesen.
***
Zahlt
Schweden auch Einwanderen Sozialhilfe und wenn ja,
ist die Summe dann höher als in Deutschland? Weil die
doch mehr in die Kasse da einbezahlen.
- Jens T. aus Aschaffenburg -
Das Geld Ihres eigenen Rückreisetickets sollten Sie
niemals ausgeben und immer schön unterm Kopfkissen
bunkern.
So viel als Antwort von meiner Seite aus auf diese
Frage!
Sie würden, wenn Sie nachweislich unverschuldet in
Not geraten würden, höchstens Essensgutscheine
erhalten und die Auflage wieder in Ihr Heimatland
zurückzukehren. Bargeld erhalten Sie im Regelfall
nicht!
Wenn Sie schon solche Gedanken der Rückreise hegen,
dann bleiben Sie bitte dort, wo Sie sich befinden!
Danke.

Grundsätzliches
Wer innerhalb der EU
umzieht, wandert für mein persönliches Dafürhalten
nicht aus. Daher werde ich dieses Wort
Auswandern
in
meinen Beiträgen kaum verwenden. Das ist eine
persönliche Einstellung, da ich unter anderem in
europäischen Ländern aufgewachsen bin und es für mich
immer nur Umzüge von A nach B waren.
Alles, das, was Sie hier lesen können, kann unter
Umständen - selbstverständlich abgewandelt - auf das
jeweilige Wunschland von Ihnen projeziert werden.
Hauptsächlich geht es hier um Schweden. Da wir hier
leben.
Wer gedenkt in eine
andere Umgebung, an einen anderen Ort umzuziehen, hat
einen Entschluss gefasst.
Reneè sagte zu seiner Frau, mit der er seit über 20
Jahren verheiratet ist:
“Man muss
doch mal begreifen, dass das Licht auszumachen ist,
wenn man den Raum verlässt!”
Dabei hat Reneè einen sehr wirschen, fast
aufgebracht-agressiven Ton in seiner Stimme.
Zuallererst einmal sollten sich alle Umzugsfreudigen,
die sich einer anderen Nation anschliessen möchten,
selbst fragen:
Welchen
Sprachcode verwenden wir als (Ehe)Paar untereinander?
Welchen Sprachcode geben wir unseren Kindern durch
eigenes Vorleben weiter?
Wer genau ist mit dem Wort MAN “gemeint”?
Welche Tonlagen spielen in welchen Situationen bei
mir persönlich eine Rolle?
Welche Emotionen kenne ich von mir selbst?
Wie reagiert meine Umwelt auf diverse Tonlagen, die
ich aussenden?
Welche Emotionen kenne ich von meiner nahen sozialen
Umwelt?
Gäbe es Sprachcode-Parallelen von Ihrer Landessprache
zu der Sprache in Ihrem Wunschland?
Wenn ja, welche übereinstimmenden Codes wären
das?
Um das Ganze auszuweiten sollte hier auch die
nächste Selbstreflektions-Stufe
erfolgen.
Wir betrachten das uns nahe gelegene soziale Umfeld,
nämlich den Arbeitsplatz. Denn hier brauchen Sie
nicht nur die Fähigkeiten über Ihr Berufsfeld,
sondern auch die Fähigkeit innerhalb einer
Firmenhierachie mit Kolleginnen und Kollegen zusammen
arbeiten zukönnen.
Pflegen Sie
auch zu Ihrem nahen sozialen Umfeld den gleichen
Sprachcode und die gleiche Tonart wie in
vergleichbaren privaten Situationen?
Der schwedische Sprachcode ist grundsätzlich sehr
Sachbezogen und daher ohne emotionale Regung in der
Stimme. Somit extrem höflich verklausuliert. Wer der
schwedischen Sprache einmal nur zuhören würde, könnte
feststellen, dass diese fast ohne Sprachmelodie
auskommt. Daher wird der Schwede sowohl zu seiner
PartnerIn wie zu einem/r Kolleg-EnIn den folgenden
Sprachcode verwenden - monoton und ohne jegliche
Sprachmelodie:
Es wäre gut
immer das Licht auszumachen, wenn der Raum verlassen
wird.
Gegenübergestellt noch einmal der für Sie
wahrscheinlich “normale” Code:
“Man muss
doch mal begreifen, dass das Licht auszumachen ist,
wenn man den Raum verlässt!”
Wer also sich nicht in “Bitte”, “Danke”,
"Aufwiedersehen", ect. widerspiegeln kann, keine
Höflichkeit und keinen Respekt kennt, diese
Umgangsformeln als “Floskeln” abtut, wird hier in
Schweden mit seiner Einstellung recht schnell auf
Barrieren stossen. Es sei denn, derjenige der dieses
ablehnt, ist im Innern schon sehr abgestumpft.
In Schweden sagen die Menschen nämlich als Beispiel
in diversen Situationen ein doppeltes Danke:
Tack-tack.
(Danke-Danke)
Auffallend bei beiden Sprach-Codes ist es, dass der
Kommunikationssender keine persönliche Stellung
bezieht. Beide unterschiedlichen
Kommunikationspartner - Sender und Empfänger - haben
keinen innerlichen Bezug zu sich selbst - verleugnen
diese Menschen ihr eigenes Ich?
Auffällig
ist auch, dass beide Codes, der deutsche wie der
schwedische, den eigentlichen Informationsempfänger
nicht direkt anspricht.
Beispiel:
“Hanne? Ich
bitte dich in Zukunft das Licht auszuschalten,
weil... (Begründung).
Sicherlich werden sich einige LeserInnen im Innern
“gut” fühlen, weil sie nicht nur eine Begründung,
sondern auch eine diverse respektvolle Höflichkeit in
dem Satz vorfinden.
So möchten
auch Sie sicherlich behandelt werden - vor allem von
Fremden, oder nicht?
Wenn Sie dem zustimmen, warum üben Sie sich nicht in
selbigen und verwenden als Beispiel das
unpersönliche, nicht Personenbezogene Wort MAN in
Ihrem deutschen Wortschatz? Sprache in ihren Codes
aufgeschlüsselt, verrät sehr viel über die jeweiligen
Menschen, die diesen nutzen. In Schweden kommen Sie
nicht weit mit den ausgesprochenen Forderungsmuster:
Ich
will oder auch mit möglichen
Drohungen: Wenn du
nicht..... (Forderung) ,
dann...
(Drohung von
Konsequenzen).
Leise, um
nicht aufzufallen?
Die meisten Norrländer sprechen auch sehr leise. Für
die Sprachintegration eines Schwerhörigen das
absolute “aus” - es sei denn, Sie unterhalten
Kontakte mit schwedischen Bürgern, die dieses Problem
des Kaum-/Nichtmehr-Hörens kennen, damit umgehen
können oder auch selbst betroffen sind. Der Kontakt
zum gemeinen Mitteleuropäer ist recht problematisch,
wenn der Besagte hier im Land auf Mitmenschen mit
Handicap trifft.
Situation:
Stellen Sie sich ein Treffen unter deutschen
Landsleuten vor. In der eigenen Landessprache Deutsch
wurde nun dem Besuch mitgeteilt:
Bitte sprecht lauter und deutlicher und schaut ins
Gesicht, wenn ihr mit Person Y sprecht. Da derjenige
mit dem Hören ein Problem hat.
Die Arroganz und Tölpelhaftigkeit im Umgang mit
dieser Information, die diese Menschen nun beim
Zusammentreffen mit Person Y an den Tag legten, war
gigantisch.
Rücksicht
auf den betroffenen schwerhörigen Mitmenschen?
Null.
Achtsamkeit
im Umgang mit dem betroffenen schwerhörigen
Mitmenschen?
Null.
Respekt
gegenüber diesem Mitmenschen?
Null.
Fazit:
Der Betroffene wurde ausgeschlossen aus einer
gemeinsamen Unterhaltung. Er wurde schlicht und
ergreifend ignoriert! Solche Situationen zeigen auf,
wie im Grunde der Mitteleuropäer in seinem tiefsten
Innern ist.
Wie würden
Sie sich fühlen, wenn Sie ignoriert werden?
Demographie
oder "Jung ist immer"?
Die Alterspyramide wird nach oben hin breiter und
daher sitzt die ältere Generation wesentlich länger
an den Schaltstellen von Politik und
gesellschaftlichen Institutionen, als es für Umzügler
“normal” erscheint. Solches Verhalten, was oben mit
dem schwerhörigen Mitmenschen beschrieben ist und
sich im privaten Besuchsraum abspielte, ist für einen
Schweden mehr als herablassend. Der Umgang mit
älteren Menschen ist vom Grundsatz so, dass
Augenlicht und Gehör nicht mehr die Leistung
erbringen können, wie bei einem Jüngeren , der von
sich behauptet “fit” zu sein.
Davon
abgesehen, es gibt genug junge Menschen mit einer
Einschränkung!
Nun dackelt solch ein tölpelhaftiger, rücksichtloser
neue Bürger auf eine schwedische Gemeindeverwaltung
und möchte eine Frage für sich beantwortet haben.
Schnattert irgendwelche Laute vor sich her,
grammatikalisch bestimmt nicht hochwertig, wenn er
überhaupt der schwedischen Sprache mächtig ist und
hinzu ohne Rücksicht auf den älteren Sachbearbeiter,
der demjenigen noch signalisiert, dass er Hörprobleme
hat.
Mit Mühe und Not krabbelt sich der Sachbearbeiter die
Worte des Kommunikationssenders zusammen und welch
Glück! -
Alleine aufgrund der Kompetenz des Sachbearbeiters,
welche dieser sich im Laufe seiner Tätigkeit erwerben
konnte, funktioniert es, dass der Fragende eine
Antwort erhält - oder aber auch der Sachbearbeiter
kramt die Abservierung an den Zugezogenen in
schwedisch-eleganter Form hervor:
Er lässt
den Fragenden eiskalt auflaufen.
Da bleiben halt Anträge ein paar Wochen lang liegen
oder der Sachbearbeiter weiss die Information
schlicht nicht. Solche Eigentore scheinen bei den
neuen Bewohnern fast schon eine Art von Tagessport.
Denn eines kann der neue Bürger wahrscheinlich nicht
ab:
Eine Umgebung mitformen, die Rücksicht auf ihre
Mitmenschen nimmt -
- jedoch Schuld haben die anderen !
?
Bleiben wir
beim Beispiel der Hörgeschädigten
In schwedischen öffentlichen Gebäuden gibt es überall
so genannte Induktionsschleifen, damit eine bessere
Verständigung von der (fast)-stillen in die hörende
Welt machbar ist.
Um es
vereinfacht zu erklären:
Diese Schleifen verstärken die Lautstärke in dem
Hörgerät, dass der Betroffene im Ohr trägt. Das
gesamte Personal in Krankenhäusern, öffentlichen
Verwaltungen usw. ist top geschult im Umgang mit
Menschen, die ein Handicap haben. Sie finden überall
Rampen für Rollifahrer, sie erhalten kostenfreie
sogenannte Tolks - das sind Dolmetscher für die GL
Welt. Diese Dolmetscher übersetzen mit Hilfe der
Gebärdensprache von der Gehörlosenwelt in die hörende
Welt.
Die andere
Variante, gerade bei Grossveranstaltungen
Es werden Computer eingesetzt, die 1:1 das
gesprochene Wort für den/die Betroffenen widergeben.
Die Damen und Herren Übersetzer können Sie kostenfrei
bestellen. Egal, ob Sie einen Sprachkurs absolvieren
oder einfach nur auf einem Amt eine Erledigung
tätigen wollen.
Hierzu können Sie auch den von Herrn Lapplandblog im
Jahre 2008 verfassten < Beitrag > lesen.
Du oder die
Assistenz?
Nun stellt sich für Sie hoffentlich nicht die Frage,
mit wem Sie kommunizieren sollten, wenn eine
Assistenz einen Mitmenschen mit Handicap begleitet
und Sie diesen beiden begegnen sollten.
Na? Wüssten
Sie es?
Würden Sie in diesem Falle den Unterschied zwischen
Ihrem Heimatland und dem Land Ihrer Wahl, hier
Schweden, kennen?
Mit wem
kommunizieren Sie, wenn Sie mit einem Menschen mit
Handicap, der in Begleitung einer Assistenz ist,
zusammentreffen? Nehmen Sie das Gespräch mit der
Assistenz oder dessen zu betreuender Begleitung
auf?
Die Fürsorge für Menschen mit Handicap ist
hervorragend, wie Sie unschwer erkennen können.
Jedoch bei manchen Personen, die im Besitz eines
mitteleuropäischen Passes sind, scheinen das alles
unbekannte Welten - Hauptsache das eigene Ich steht
im Vordergrund.
Fragen Sie
sich
Wie geht
meine zukünftige Wunschnation, in der ich leben
möchte, mit ihren Mitmenschen um, die ich in meiner
Heimat als Randgruppe degradiere und keinen Umgang
mit ihnen haben will?
Vorsicht -
Genderfalle!
Denken Sie stets daran, dass gerade skandinavische
Länder das Gender voll im Alltag integriert haben!
Noch ein
kleiner Denkanstoss:
Unsere Königliche Mayestät Silvia von Schweden ist
von Beruf u. a. Gebärdendolmetscherin!
Kriegsausbruch der Techniker
Es gibt Fotografen, die können stundenlang über Tiefenschärfe und Schärfentiefe, Belichtungszeiten, Bildpunktschärfe, Bildschnitte und anderen technischen Schnick-Schnack tratschen
- ihre Bilder sind jedoch eine Nullaussage!
Solche Nullen möchten ihr innerliches Defizit so gerne mit Hilfe der Technik ausgleichen.
Nun, da die wahren Experten in Sachen Knipseln es nicht nötig haben, über solche Belanglosigkeiten zu diskutieren, sondern sich auf das Wahre konzentrieren, hier deren Ergebnis:
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